Schuljahresbeginn 2018/19

Die Schülersituation

 

In der Stadt Neumarkt und im Landkreis Neumarkt sind die Schülerzahlen äußerst stabil:

Die Zahl der Schulanfänger ist mit 1146 konstant.

Insgesamt werden gut 7100 Schülerinnen und Schüler im Schuljahr 2018/19 die staatlichen und privaten Grund- und die Mittelschulen des Landkreises besuchen.

 

Die Klassensituation

 

Die Zahl der Klassen ist mit 347 ebenso konstant.

Das bedeutet auch stabile Schülerzahlen im Schnitt – 20,50. Diese Durchschnittszahl liest sich zwar recht angenehm und wäre eine aus pädagogischer Sicht höchst willkommene Klassenstärke im Unterrichtsalltag. Hinter ihr verbergen sich freilich neben Klassenstärken ab 13 Schülern auch solche mit 28 bis 30 – wenn auch nur noch eine Handvoll. Gerade in den Mittelschulen mit mehreren Standorten kommt es zu Klassen mit weniger als 13, aber auch zu Klassen mit 30.

Beide Extreme sind nicht gewollt und haben ihre Ursache im Schüleraufkommen des jeweiligen Schulsprengels.

Über 270 Klassen bewegen sich aber bei Schülerzahlen von 16 bis 25. Damit sind wir sehr zufrieden.

 

Die Schulen

 

1          Jahrgangskombinierte Klassen

 

Die vor Jahren im Rahmen eines Schulversuchs eingerichtete kombinierte Jahrgangsstufe 1/2 an der Theo-Betz-Schule erfreut sich nach wie vor sehr großer Beliebtheit. Es sind stets mehr Anmeldungen als Plätze vorhanden.

 

Bestens bewährt hat sich der Schulversuch „FleGS“ – flexible Grundschule an der GS Woffenbach und der GS Lauterhofen mit insgesamt sieben FleGS-Klassen: Dort werden alle Schüler der Jahrgangsstufen 1 und 2 in jahrgangsgemischten Klassen unterrichtet.

 

 

2          Maßnahmen zur Inklusion

 

Schulen mit dem Profil Inklusion

Auch bei der Inklusion, beim gemeinsamen Unterricht und Schulalltag von jungen Menschen mit und ohne besonderen Förderbedarf, kommt der Freistaat im Schuljahr 2018/19 weiter voran. Im Schulamtsbereich Neumarkt besitzen die Grundschule Deining und die Mittelschule Deining das Schulprofil Inklusion und weitere Standorte sind in Planung.

Diese Schulen sind Regelschulen, die sich besonders der Inklusion von Menschen mit Behinderung verpflichten und zu Motoren für ein neues Miteinander von jungen Menschen mit und ohne Behinderung geworden sind.

Mit dem Schuljahr 2013/2014 wurde eine „Unabhängige Beratungsstelle Inklusion“ des Staatlichen Schulamts Neumarkt aus räumlichen Gründen an der Schule in Deining eingerichtet. Hier erhalten Eltern- und Erziehungsberechtigte des gesamten Landkreises Informationen und Hilfe, die auf der Suche nach dem besten  schulischen Lern- und Förderort für ihr Kind sind.

Auch das Konzept der Kooperationsklassen hat sich seit Jahren im Schulamtsbereich Neumarkt bewährt. In den geplanten Kooperationsklassen – verteilt über den gesamten Landkreis – werden in der Regel drei bis fünf Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf in den Förderschwerpunkten Lernen, Sprache, und/oder Verhalten zusammen mit weiteren Schülern ohne sonderpädagogischem Förderbedarf unterrichtet. Dabei erfolgt eine Unterstützung durch die Mobilen Sonderpädagogischen Dienste.

 

An vielen weiteren Schulen gehören Maßnahmen zur Inklusion von einzelnen Schülern – wie seit vielen Jahren – zum festen Bestandteil des pädagogischen Konzepts der Schulen.

 

 

3          Ganztagsangebote

 

Ganztagsschulen werden auch im Schulamtsbereich Neumarkt konsequent weiter ausgebaut.

Auch im neuen Schuljahr ist das Angebot im Bereich Ganztag flächendeckend in unterschiedlichsten Formen gegeben: Offener Ganztag, gebundener Ganztag, Mittagsbetreuung, Horte, …

Je nach den örtlichen Bedürfnissen versuchen hier Schulen und Gemeinden den Elternwünschen gerecht zu werden.

 

4          Deutschklassen

 

Für den Bereich der Grund- und Mittelschulen sind im Landkreis Neumarkt 9 Klassen für 120 Schüler eingerichtet. Alle Klassen werden – soweit möglich – von ausgebildeten Lehrkräften im Fach „Deutsch als Zweitsprache“ unterrichtet.

An mittlerweile so gut wie jeder Schule im Landkreis werden aber auch Kinder von Flüchtlingen und Asylanten beschult. Für die Deutschklassen und die weitere Deutschförderung stehen zusätzliche Stunden zur Verfügung.

 

 

5          Berufsorientierungsmaßnahmen

 

Im Rahmen der intensiven Förderung unserer Mittelschüler spielte eine vielseitig angelegte Berufsorientierung wieder eine wichtige Rolle. So haben sich im vergangenen Schuljahr alle Mittelschulen der Stadt und des Landkreises Neumarkt i.d.OPf. sehr engagiert an Maßnahmen zur Berufsorientierung z.B. in der Jugendbildungsstätte Waldmünchen sowie in Zusammenarbeit mit externen Fachkräften aus der lokalen Wirtschaft – beteiligt. Unsere Jugendlichen konnten dadurch hinsichtlich des Berufswahlprozesses wichtige sowie persönlich bedeutsame Erfahrungen und Informationen sammeln.

Darüber hinaus förderten alle Schulleitungen mit ihren Kolleginnen und Kollegen und in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Schulamt die Durchführung von zahlreichen praktischen Unterrichtsprojekten, die allesamt wichtige berufsbezogene Schlüsselqualifikationen im Fokus hatten.

 

 

Die Lehrkräfte

 

Insgesamt unterrichten im neuen Schuljahr an den 42 staatlichen Schulen ca. 600 Lehrkräfte. In dieser Zahl enthalten sind über 40 mobile Reserven, die zur Sicherung des Unterrichts bei Ausfällen zur Verfügung stehen.

 

Die Bewegung innerhalb der Lehrkräfte war diesmal wieder groß: Rund 70 Zu- und Wegversetzungen mussten vollzogen werden zuzüglich der 31 Lehrer-, Fachlehrer- und Förderlehreranwärter(innen).

 

Die Einstellungssituation für Lehrkräfte aus dem Bereich der Grund- und Mittelschulen ist bestens – es herrscht völlige Leere auf der Angebotsseite.

Das ermöglicht zunehmend Lehrkräften aus dem Bereich der Realschulen und Gymnasien, mit unterschiedlichsten Möglichkeiten eine Anstellung im Bereich der Grund- und Mittelschulen, aber auch der Förderschulen und Berufsschulen zu finden.

 

Weiterhin ist deshalb die Qualifikation „Lehrkraft“ ein höchst gesuchtes Gut.

 

 

Die Schulleitungen

 

Hier ist etwas Ruhe im Landkreis eingekehrt – umso mehr Änderungen haben sich in der Stadt Neumarkt ergeben:

Frau Christine Fersch ist neue Schulleiterin an der Grundschule in der Hasenheide in Neumarkt,

Frau Henriette Bentzien ist neue Schulleiterin an der Grundschule Sindlbach,

Herr Philipp Schmitz ist neuer stellvertretender Schulleiter an der Mittelschule Weinbergerstraße in Neumarkt,

Frau Frieda Braun ist neue stellvertretende Schulleiterin an der Grundschule Bräugasse in Neumarkt,

Frau Nora Federsel ist neue stellvertretende Schulleiterin an der Mittelschule West in Neumarkt und

Frau Julia König ist neue stellvertretende Schulleiterin an der Theo-Betz Grundschule in Neumarkt.