Aus dem Schulräteverband

Der Neumarkter Dieter Lang (4.v.r.) wurde zum Landesvorsitzenden gehlt.                                     Foto: Stefan Kuen

 

Schulräteverband:  Dieter Lang ist neuer Landes-Chef

 BILDUNG Bei der Versammlung sprachen die Mitglieder dem Neumarkter Schulamtsdirektor ihr Vertrauen aus.

NEUMARKT. Der Neumarkter Schulamtsdirektor Dieter Lang ist neuer Landesvorsitzende des Bayerischen Schulräteverbands. Bislang hatte Lang das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden inne. Zu seinen Stellvertretern wurden bei der Landesversammlung im Schweinfurter Kongresszentrum Schulamtsdirektor Stefan Kuen, Schulamt Nürnberg, und Leitender Regierungsschuldirektor Willy Leopold, Regierung von Schwaben, gewählt.

Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Staatliche Schulaufsicht in Verantwortung für nachhaltiges Personalmanagement“. 275 Schulaufsichtsbeamte sind Mitglied im Bayerischen Schulräteverband. Sie nehmen die staatliche Aufsicht über die Grund-, Mittel- und Förderschulen wahr.

Gute Qualität beibehalten

Ihre Aufgaben sind eine passende Personalauswahl und die Auswahl und der Aufbau von Führungskräften. Durch intensive Beratung sollen eine gute Qualität von Unterricht und Erziehung an den Schulen für die Kinder und Jugendlichen beibehalten werden, heißt es in einer Pressemitteilung. Im Vergleich zu den Realschulen und Gymnasien, für die je ein Ministerialbeauftragter pro Regierungsbezirk zuständig ist, benötigen die Grund- und Mittelschulen eine Schulaufsicht mit Mittelbehörde, das ist die Schulabteilungen der Bezirksregierungen, und die Staatlichen Schulämter vor Ort.

Die Bezirksregierungen sorgen für vergleichbare schulische Verhältnisse in der Fläche. Die Schulämter sind Service-Einrichtungen vor Ort für Schulen, Eltern, politische Mandatsträger, Städte und Gemeinden.

Die Aufgaben des Schulräteverbands sind vielfältig. So führen die Vertreter Gespräche mit Landes- und Kommunalpolitikern. Die Mitglieder des Landesvorstandes sind Ansprechpartner für Angelegenheiten der Schulaufsicht bei Volks-und Förderschulen auf Landesebene bei Verbänden und politischen Mandatsträgern – entsprechend sind die Bezirksvorsitzenden Ansprechpartner auf Regierungsbezirksebene. Die Mitglieder bringen Vorschläge bei schulpolitischen Veränderungen ein oder bei personalrechtlichen Entwicklungen, wie der Dienstrechtsreform.

Um „nachhaltiges Personalmanagement“ erfolgreich mitgestalten zu können und eine gute Qualität von Unterricht und Erziehung im bayerischen Schulsystem und an den Schulen vor Ort zu erhalten, stellt der Bayerische Schulräteverband laut Pressemitteilung Forderungen an die Bayerische Staatsregierung.

Zutzliche Stellen gefordert

Der Verband fordert eine zuverlässige und bedarfsorientierte Personalversorgung der Schulen vor Ort und eine bessere Budgetausstattung sowie zusätzliche Lehrerstellen für Übergangsklassen. Außerdem sollten alle Schulaufsichtsstellen in Bayern erhalten und die Wartezeiten bei Wiederbesetzungen abgebaut werden, um langfristig berechenbare Strukturen zu erhalten. Zudem sollten bayerische Spitzenbeamte, die einen vergleichsweise großen Personalkörper verwalten, pflegen und führen, auch vergleichbar besoldet werden, heißt es abschließend.

Mitglieder: Die 275 Schulaufsichtsbeamten sind am Staatsministerium, an den Schulabteilungen der sieben Bezirksregierungen sowie an den 74 Staatlichen Schulämtern in Bayern beschäftigt. Zudem sind 430 Ruhestandsbeamte beim Schulräteverband.

Zuständigkeit: Die Schulaufsichtsbeamten sind für etwa 2400 Grundschulen, rund 1040 Mittelschulen und 350 Förderschulen zuständig.

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www.schulräteverband.de

aus: Neumarkter Tagblatt, 28.10.2014