Zum Tod von Christa Gailler

2. Februar 2012

Auch wenn wir um ihre Krankheit wussten, waren wir doch völlig überrascht von der Nachricht ihres Todes. So haben am Donnerstag, dem 02. Februar 2012  ihre Familie, Freunde, Bekannte und viele Mitglieder der Schulfamilie Abschied nehmen müssen.

Im Rahmen der Trauerfeier stimmte der Chor auch folgende Zeilen Dietrich Bonhoeffers an, die ein Licht auf das Dunkle, das Ungewisse werfen.

“Von guten Mächten wunderbar geborgen
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist mit uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag.”

Unser Mitgefühl gilt ihrer Familie, die nicht lange Zeit hatte, sich mit dem Endgültigen auseinander zu setzen.

Wir werden ihr stets ein ehrendes Gedenken bewahren und sie überaus dankbar in Erinnerung behalten.

Neujahrswunsch

2. Januar 2012

Nächstenliebe

 

Freundlichkeit ist eine Sprache,

die Taube hören

und Blinde lesen können.

 

Mark Twain

Lernort Bayern

22. November 2011

KOMMENTAR

von Isolde Stöcker-Gietl, MZ

 

 

 

 

 

 

Herz und Hirn

Man mag vom dreigliedrigen Schulsystem in Bayern halten, was man will, der Erfolg gibt dem Freistaat aber wieder einmal Recht. Bundesländer, die auf Gesamtschulen setzen, können beim aktuellen Bildungsatlas nicht mithalten. Ist die frühzeitige Aufteilung auf weiterführende Schulen also doch die bessere Methode? Zumindest im Kultusministerium dürfte man jetzt wieder restlos davon überzeugt sein. Und die Forderung des Bayerischen Lehrerinnen- und Lehrerverbandes nach einer achtjährigen gemeinsamen Schulzeit erscheint als der falsche Weg. Doch ganz so einfach ist es nicht, die Studie bringt noch eine ganz andere Facette ins Spiel. Denn den Vereinen in den ländlichen Regionen ist es zu verdanken, dass etwa die Oberpfalz so gut abgeschnitten hat. Feuerwehr, Rotes Kreuz oderMusikverein – wer sich hier engagiert,  lernt fürs Leben. Oder anders gesagt:Wo der Zusammenhalt noch funktioniert, wo gemeinsame Interessen noch von Bedeutung sind, dort haben die Menschen nachgewiesener Maßen Herz und Hirn. (Neumarkter Tagblatt, 22.11.2011)

 

Gesamter Artikel aus dem Neumarkter Tagblatt vom 22.11.2011 als PDF: Lernort Bayern NT 22-11-2011

Neuer Seminarleiter im Schulamtsbezirk Neumarkt

10. Oktober 2011

 

Neuer Seminarleiter vorgestellt

BILDUNG Thomas Kurzendorfer bereitet künftig Lehramtsanwärter auf ihre Aufgaben vor.

 

NEUMARKT. Ein „lachendes und ein weinendes Auge“ hatte Rektorin Petra Zeitler von der Mittelschule Weinbergerstraße Neumarkt im Schülercafé bei der Einführung des 37-jährigen Pädagogen Thomas Kurzendorfer zum neuen Seminarleiters für Mittelschulen im Schulamtsbezirk Neumarkt.

Zeitler freute sich im Beisein von Regierungsschulrat Karl Utz, der auch Seminarbeauftragter ist, und dem Neumarkter Schulamtsdirektor Dieter Lang, dass ein so junger Kollege die Chance bekommen und die Herausforderung angenommen hat, junge Lehramtsanwärter für ihre verantwortungsvolle pädagogische Arbeit mit den Schülern auszubilden.

Die Kehrseite der Medaille war für die Rektorin, dass man mit Kurzendorfer einen kompetenten Lehrer verliere, der eine große Lücke im Lehrerkollegium der Stammschule Weinberger-Mittelschule hinterlasse und dort wegen der neuen Herausforderung nur wenige Stunden in der Woche unterrichte.

Zeitler bezeichnete den neuen Seminarleiter, der auch im Bereich Sulzbach- Rosenberg die Seminare für Lehramtswärter abhalten wird, als „absoluten Team-Player“.

Lang zollte Kurzendorfer viel Lob, der zehn Jahre an der Mittelschule Weinbergerstraße „einen hervorragenden Job gemacht und vor Ort viel bewegt hat“. Einige Eigenschaften, die ein Seminarleiter haben sollte, wünschte er Kurzendorfer für seine neue Tätigkeit: Das richtige Augenmaß und die -höhe gegenüber den Seminaristen, gerechte Bewertungen bei Prüfungen und der Seminar-Note, das Ganze in Zukunft aus dem richtigen Blickwinkel zu betrachten.

Regierungsschulrat Utz sagte, dass man Seminarleiter brauche, die mit Schwung, aber auch sensibel und einfühlsam mit ihren Lehramtsanwärtern Konzepte für ein erfolgreiches Arbeiten mit den Schülern entwickeln und in der Praxis erproben. „Mein Ziel ist es, die Lehramtswärter nicht nur bestmöglich auf das Staatsexamen vorzubereiten,

sondern vor allem auf 35 Jahre verantwortungsvolles und herausforderndes Berufsleben“, sagte Kurzendorfer. (npp)

aus: Neumarkter Tagblatt vom 08.10.2011

Vereidigung 2011

13. September 2011

 

Frisch von der Universität kommt Verstärkung für Schulen im Landkreis 

DIETFURT.
Im Rathaus Dietfurt sind am Montag die Lehramtsanwärter und Fachlehreranwärter für das Schuljahr 2011/2012 vereidigt worden. Sie werden nach bestandenem ersten Staatsexamen in den 45 staatlichen Schulen im Landkreis Neumarkt eingesetzt. Und das bedeutet: die Schulen bekommen jungen Lehrernachwuchs – wenn auch nur auf Zeit. Denn der Vorbereitungsdienst auf eine dauerhafte Lehrtätigkeit endet nach zwei Jahren und die Mehrzahl der Anwärter wird voraussichtlich im Regierungsbezirk Oberbayern eine Beschäftigung finden. Während der Jahre, in denen die jungen Kollegen die Schulen mit Ideen und Schwung unterstützen, sind sie zwar mit allen Rechten und Pflichten eines Beamten ausgestattet, können jedoch bei Nichteignung entlassen werden. Die Vertreter der Einsatzschulen machten deutlich, dass sie sich schon sehr auf ihre neuen Kollegen freuen. (pvg) (Neumarkter Tagblatt vom 13.09.2011) 

  

  

Zahlen – Daten – Fakten zum Schuljahresbeginn 2011/12

6. September 2011

 

Die Schülersituation

 

Der bayernweite Rückgang der Schülerzahlen geht auch an der Oberpfalz und am Landkreis Neumarkt i.d.OPf. nicht vorüber. Im Landkreis Neumarkt beträgt der Rückgang 4,8 %. In absoluten Zahlen bedeutet das, dass 386 Schüler weniger die Grund- und Mittelschulen des Landkreises besuchen. Gegenüber dem Vorjahr ist der Wert gleich geblieben.

Der Rückgang in der Grundschule ist heuer deutlich geringer als im Vorjahr, dafür nimmt der Rückgang in der Mittelschule weiter zu – Folge der immer schwächer werdenden Geburtenjahrgänge und auch eines konstant steigenden Übertritts an Realschule und Gymnasium.

Demzufolge nimmt auch die Zahl der Schulanfänger immer mehr ab. Waren es zum Beginn des Schuljahres 06/07 noch knapp 1500 so sind es zum kommenden Schuljahr noch 1130 Kinder.

Die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die den Mittlere-Reife-Zug der Mittelschulen besuchen ist mit 656 deutlich höher als im Vorjahr mit 584.

Insgesamt werden ca. 7647 Schülerinnen und Schüler im Schuljahr 2011/12 die Grund- und Mittelschulen des Landkreises besuchen.

Die Klassensituation

 

Mit dem Rückgang der Schülerzahlen geht natürlich eine Abnahme der Klassenzahlen einher. Sie sinkt von 374 auf 359.

Das bedeutet leicht sinkende Schülerzahlen in den verbleibenden Klassen auf durchschnittlich 21,30 gegenüber 21,63 im Vorjahr. Diese Durchschnittszahl liest sich zwar recht angenehm und wäre eine aus pädagogischer Sicht höchst willkommene Klassenstärke im Unterrichtsalltag. Hinter ihr verbergen sich freilich neben Klassenstärken ab 13 Schülern auch solche mit 30 und mehr Schülern. Gerade in den Mittelschulen mit mehreren Standorten kommt es zu Klassen mit weniger als 13, aber auch zu Klassen mit mehr als 30.

Beide Extreme sind nicht gewollt und werden auch erfreulich weniger, haben aber ihre Ursache im Schüleraufkommen des jeweiligen Schulsprengels.

Mehr als 300 Klassen bewegen sich aber bei Schülerzahlen von 16 bis 25. Damit sind wir sehr zufrieden.

Für die Stadt Neumarkt i.d.OPf. mit 1997 (Vorjahr: 2066) Volksschülern in 92 (Vorjahr: 95) Klassen und mit 322 (Vorjahr:299) Schulanfängern ergibt sich hinsichtlich der Schülerzahlen/Klassen eine erfreuliche, leichte Zunahme der Schulanfänger und eine weitgehend stabile Klassenzahl.

Die Schulen

 

Die Situation der Schulen im Landkreis ist gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Lediglich die Mittelschule Pilsach ist im Schulverband mit Lauterhofen „aufgegangen“. Pilsach ist ab dem neuen Schuljahr eine reine Grundschule.

 

Die Mittelschulverbünde stellen sich wie folgt dar:

 

Mittelschulverbund Schülerzahl im Verbund Anmerkungen
Nord:
Berg
Lauterhofen (incl. Pilsach)
342  
West:
Postbauer-Heng
Burgthann
292 zzgl. 180 aus Burgthann
Neumarkt:
HS Weinbergerstraße
HS West
717  
Süd-West:
Mühlhausen
Freystadt
Berngau
472  
Ost:
Velburg
Parsberg
Seubersdorf
Deining
Beratzhausen
649  
Süd:
Berching
Dietfurt
Breitenbrunn
465  
Summe: 2937 3117 im gesamten Verbund

 

Jahrgangskombinierte Klassen

Die vor Jahren im Rahmen eines Schulversuchs eingerichtete kombinierte Jahrgangsstufe 1/2 an der Theo-Betz-Schule erfreut sich nach wie vor sehr großer Beliebtheit. Es sind stets mehr Anmeldungen als Plätze vorhanden.

Weitere kombinierte Jahrgangsstufen bestehen an den Grundschulen in Pilsach, Neumarkt Woffenbach, Berngau, Breitenbrunn, Hohenfels und Sengenthal. Ebenfalls in kombinierten Klassen werden Schüler der Jura-Montessori-Schule unterrichtet.

Ganztagesangebote

Ein offenes Ganztagesangebot halten folgende Mittelschulen im Landkreis für die Schülerinnen und Schüler bereit:

Berching, Berg, Deining, Neumarkt Weinbergerstraße, Neumarkt West, Parsberg, Velburg, Freystadt.

Gebundene Ganztagesangebote gibt es an den Mittelschulen in:

Neumarkt Weinbergerstraße, Berching, Postbauer-Heng, Parsberg, Freystadt, Velburg.

Auch Grundschulen bieten den „gebundenen Ganztag“ an. Es sind:

Berching, Velburg, Seubersdorf, Neumarkt Theo-Betz, Berg, Postbauer-Heng.

Berufsorientierung

Im Rahmen der Weiterentwicklung der Mittelschule spielte die Berufsvorbereitung wieder eine wichtige Rolle. So haben sich im vergangenen Schuljahr alle Mittelschulen an Maßnahmen zur erweiterten vertieften Berufsorientierung in der Handwerkskammer, im Berufsförderzentrum, in der Jugendbildungsstätte Waldmünchen sowie in Zusammenarbeit mit externen Fachkräften aus der lokalen Wirtschaft beteiligt. Unsere Jugendlichen konnten dadurch hinsichtlich des Berufswahlprozesses wichtige, persönlich bedeutsame Erfahrungen und Informationen sammeln.

Ergänzend dazu war eine Initiative der Staatlichen Berufsschule wieder sehr hilfreich, die jedem Jugendlichen der 8. Jahrgangsstufe aller Mittelschulen des Landkreises einen Schnuppertag im Rahmen eines selbst ausgewählten Ausbildungsberufes ermöglichte.

Darüber hinaus förderten alle Schulleitungen mit ihren Kolleginnen und Kollegen und in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Schulamt die Durchführung von zahlreichen praktisch-musischen-künstlerischen und sozialen Unterrichtsprojekten, die allesamt einen spürbar positiven Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler hatten und wichtige berufsbezogene Schlüsselqualifikationen im Fokus hatten. In diesem Zusammenhang zeugen aktuell kreierte Kunstobjekte, durchgestaltete Schulhöfe sowie neu entstandene Schülercafes auf beeindruckende Weise von einer engagierten an der Lebenswirklichkeit der Jugendlichen ausgerichteten Unterrichtsarbeit unserer Schulen.

Wir freuen uns sehr, dass im kommenden Schuljahr die berufsorientierenden Maßnahmen in den Mittelschulen kontinuierlich fortgeführt und weiterentwickelt werden können. Aktuell planen wir mit einem Finanzvolumen von ca. 350 000€. Die sehr aufwändigen Projekte wurden und werden vollständig von der Agentur für Arbeit und dem Kultusministeriums in Zusammenarbeit mit der Regierung der OPf. und dem Staatlichen Schulamt Neumarkt i.d.OPf. finanziert.

Insgesamt unterstützen die Bürgermeister der Kommunen des Landkreises unsere Schulen auf vorbildliche Weise und beschäftigten sich intensiv mit den Fragen des demografischen Wandels.

Die Lehrkräfte

 

Insgesamt unterrichten im neuen Schuljahr an den 43 staatlichen Schulen ca. 615 Lehrkräfte (455 Lehrer/innen, 90 Fachlehrer/innen, 14 Förderlehrer/innen sowie 56 Lehramts-, Fachlehrer- und Förderlehreranwärter/innen). Sehr erfreulich ist dabei die Zuversetzung von zwei Förderlehrerinnen, denn hier herrscht im Landkreis noch immer großer Bedarf.

In dieser Zahl enthalten sind 49 mobile Reserven, die zur Sicherung des Unterrichts bei Ausfällen zur Verfügung stehen. Wie in den Vorjahren ist hier die Ausgangszahl im September noch etwas niedriger, die Reserven werden aber in den krankheitsbelasteten Wintermonaten in mehreren Schritten erhöht.

Nach wie vor stammt eine Vielzahl unserer Lehrkräfte aus dem Regensburger Raum mit dem Wunsch nach Versetzung dorthin. Zum Ende des abgelaufenen Schuljahres konnte wieder eine (aus Sicht der Betroffenen wie immer zu geringe) Zahl an Lehrkräften nach Regensburg versetzt werden.

Zum Schuljahresbeginn

6. September 2011

 

 

Die wahre Lebensweisheit

besteht darin,

im Alltäglichen

das Wunderbare zu sehen.

 Pearl S. Buck

US-amerikanische Schriftstellerin und Literaturnobelpreisträgerin, 1892-1973

Möge es Ihnen gelingen, nur das Wunderbare zu sehen.

 Mit den herzlichsten Grüßen

 Das Team des Staatlichen Schulamts

Gesetzentwurf zur Inklusion

29. März 2011

Inklusion: Kultusminister Spaenle begrüßt Gesetzentwurf der fünf Landtagsfraktionen – Umsetzung erfolgt schrittweise

“Herausragender Beschluss für mehr Chancengleichheit behinderter und nichtbehinderter Menschen”

Das im Gesetzentwurf vorgesehene Schulprofil „Inklusion“ ist ein sehr guter Ansatz, um schrittweise die Inklusion von jungen Menschen mit und ohne Behinderung umzusetzen

Das im Gesetzentwurf vorgesehene Schulprofil „Inklusion“ ist ein sehr guter Ansatz, um schrittweise die Inklusion von jungen Menschen mit und ohne Behinderung umzusetzen.

Den Gesetzentwurf finden Sie hier in der vollständigen Textform: 16-8100

“Als herausragendes Ereignis“ hat Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle die Einigung der fünf im Landtag vertretenen Fraktionen auf einen gemeinsamen Gesetzentwurf zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention gewürdigt. „Es wird uns damit gelingen, die Chancengleichheit von Menschen mit und ohne Behinderung zu verbessern“, ergänzte der Minister.

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle mit Grundschülern

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle mit Grundschülern

Inhaltlich argumentiert der Minister: „Das im Gesetzentwurf vorgesehene Schulprofil „Inklusion“ ist ein sehr guter Ansatz, um schrittweise die Inklusion von jungen Menschen mit und ohne Behinderung umzusetzen.“ Die Umsetzung erfolge schrittweise. Es werde mit den Schulen begonnen, die sich bereits seit längerem auf den Weg zur Inklusion begeben haben. Bei entsprechender Behandlung im Landtag können bereits im neuen Schuljahr einige „Profilschulen“ zur Inklusion eingerichtet werden. „Ich bin sehr dankbar, dass bereits heute viele Regelschulen dieses Ziel in ihrem Alltag verwirklichen und im Miteinander einen Gewinn für die Schulfamilie erkennen“, so Minister Spaenle.

Die Förderschulen bleiben im Freistaat auch nach der geplanten Änderung des Bayerischen Gesetzes über das Erziehungs- und Unterrichtswesen Kompetenzzentren. Sie unterstützen auch künftig die Regelschulen bei der Inklusion und bleiben zugleich Lernort für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf. „Viele Eltern wünschen sich den Erhalt der Förderschulen. Sie wissen die individuelle Förderung für ihre Kinder in diesen Einrichtungen sehr zu schätzen“, dankt der Minister der Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer. (Pressemeldung des KM vom 28.03.11)

Schulserie des Neumarkter Tagblatts

12. Januar 2011

Bild: Neumarkter Tagblatt

Seit einigen Wochen veröffentlicht das Neumarkter Tagblatt immer am Mittwoch eine Seite zur Thematik Schule.

Unter dem Link

http://www.mittelbayerische.de/region/neumarkt/schule/

können Sie alle Serienteile nachlesen.

Beförderungen von Lehrkräften an Grund- und Hauptschulen

23. Dezember 2010

Klicken zum Vergrößern!
Eine Gruppe beförderter Lehrkräfte beim anschließenden Gespräch im Schulamt

Anerkennung und Ansporn

Erstmals Beförderungsmöglichkeit für Grund- und Hauptschullehrer

 Neumarkt. Erstmals besteht für Lehrerinnen und Lehrer an Grund- und Hauptschulen die Möglichkeit zur Beförderung, ohne dass dies mit einer Funktion (Konrektor oder Rektor) verbunden ist. Im Beamtendeutsch heißt das etwas nüchtern „funktionsloses Beförderungsamt“.

 Mit diesen Zeilen begann die Berichterstattung zur ersten „Beförderungswelle“ im September 2009. Zum 01.01.2011 werden nun 63 weitere Lehrkräfte an Grund- und Mittelschulen im Landkreis Neumarkt befördert. Damit wird ein weiteres Element der bereits 2008 vom Freistaat beschlossenen Dienstrechtsreform für die Beamten umgesetzt.

Das vielbeschworene „Leistung muss sich lohnen“ wird hier praktisch umgesetzt – aber auch der Umkehrschluss, dass für mehr Lohn auch mehr Leistung erbracht werden muss.

 Der Leiter des Staatlichen Schulamts, Schulamtsdirektor Dieter Lang, überreichte den beförderten Lehrkräften die Urkunden. Die stellvertretende Personalratsvorsitzende, Frau Elisabeth Plankl, gratulierte den Beförderten und betonte die große Bedeutung der Beförderungen. „Das schafft Motivation, die dann auch beim Kind ankommt!“, so Plankl.

 Nach Leistung und Alter

„Wir sind sehr froh, dass es die Möglichkeit der Beförderung jetzt gibt und damit ein Instrument geschaffen wurde, nachhaltig herausragende Arbeit sowie auch die Lebensleistung von Lehrkräften zu würdigen und dem Leistungsgedanken Rechnung zu tragen“, sagte Schulamtsdirektor Dieter Lang.

Die Möglichkeit der Beförderung gibt es sogar zweimal im Lauf der Dienstzeit. Wer einmal befördert wurde, sich beständig weiter bewährt und hervorragende Leistungen erbringt, kann nach einer bestimmten Zahl von Jahren erneut befördert werden – dann sogar mit Titel. Die „Studienrätin“ bzw. der „Studienrat“ an Grund- oder Hauptschulen sind das äußere Signal der Gleichstellung mit anderen Lehrergruppen.

 Überraschungsgast

Bei der letzten Gruppe der zu Befördernden gab es noch eine nette Überraschung. Der Ehemann einer der beförderten Lehrerinnen ließ es sich nicht nehmen ins Schulamt zu kommen und die gesamte Gruppe mit einem Glas besten Champagners zu bewirten. Da der Überraschungsgast auch allen Anwesenden bekannt ist, war schnell eine muntere Gesprächsrunde gegeben.

 Hintergrund

Im Zuge der Föderalismusreform ist das Besoldungsrecht für die Beamten vom Bund auf die Länder übergegangen. Frühere Bemühungen des Freistaats Bayern zur Verbesserung der Lehrerbesoldung scheiterten immer im Bundesrat am Widerstand anderer Länder.

Jetzt ist der Weg frei für eine umfassende Reform, die bis 2011 umgesetzt wird.

Diese Reform schafft u.a. die Beförderung für Grund-, Haupt- und Realschullehrer und sorgt so für einen hoffentlich erhöhten Anreiz für Abiturientinnen und Abiturienten, sich dem Lehrfach zuzuwenden.

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